Jugendkonferenz 2018

Jugend bewegt Cottbus

Am 19. April 2018 fand in Cottbus die 3. Jugendkonferenz unter dem Motto „Was willst du bewegen?“ statt. Zum dritten Mal kamen Cottbuser Jugendliche zusammen und berieten und diskutierten mit erfahrenen Erwachsenen über Themen, die ihnen am Herzen lagen.

Die Workshops reichten thematisch von Nahverkehr, über Jugendkultur bis hin zu Zivilcourage. Es waren Themen, die junge Menschen schon Ende 2017 entschieden haben. Die Jugendkonferenz als Großveranstaltung mit rund 200 Teilnehmenden ist als Plattform zu verstehen, bei denen ein generationsübergreifender Austausch ermöglicht und gelebt wird.

Den Jugendlichen wird im Allgemeinen eine Politikverdrossenheit nachgesagt. Davon ist bei der Jugendkonferenz nichts zu spüren. Im Gegensatz zu den letzten Jahren gab es sogar einen Workshop, der die Politik in Cottbus thematisiert. Die Jugendlichen konnten ihre Fragen an Vertreter der Stadtverordnetenversammlung und der Zivilgesellschaft richten. Gemeinsam konnten Hinweise und Empfehlungen, die nach der Jugendkonferenz an die richtigen Stellen weitergeleitet wurden, erarbeitet werden.

Im Fokus der Konferenz stand die Auseinandersetzung mit der politischen und gesellschaftlichen Situation in Cottbus aus Perspektive der Jugendlichen. Ziel war die Entwicklung konkreter Vorhaben und Anregungen, die in generationenübergreifenden Tandems weiterbearbeitet und als Empfehlungen an andere Stellen der Stadt weitergegeben wurden.

Die Jugendkonferenz als jugendpolitischer Höhepunkt der Stadt Cottbus findet alle zwei Jahre statt. Sie setzt im Stadtgeschehen Impulse für die weitere Entwicklung und ermöglicht jungen Menschen, sich außerhalb von Schule und Freizeitaktivitäten miteinander zu vernetzen. Zum ersten Mal nahmen Jugendliche teil, die aus der Kinderkonferenz herausgewachsen sind. Die Prozesse der Kinder- und Jugendbeteiligung, die 2011 durch die Kinder- und Jugendbeauftragte Marianne Materna ihre Anfänge nahmen, erzielen ihre ersten Wirkungen. „Es ist toll mitanzusehen, dass die jungen Menschen in Cottbus sich austauschen und engagieren wollen und dabei größtenteils eine sehr offene und von gegenseitigem Respekt geprägte Haltung einnehmen“, sagt Marian Lachmund, Vereinsvorstand Humanistisches Jugendwerk Cottbus e.V. Laut Laura Tillack, Projektverantwortliche, richtete der Verein die Jugendkonferenz zum zweiten Mal aus. „Ich kann alle Erwachsen nur dazu ermutigen, alle Prozesse, bei denen Kinder und Jugendliche sich einbringen wollen, mit Geduld, Respekt und größtmöglichem Verständnis zu begegnen.“ fügt sie hinzu.

Das Projekt wird gefördert von dem Jugendamt der Stadt Cottbus, dem Deutschen Kinderhilfswerk sowie der F.C. Flick Stiftung.