JUSTiQ

ESF-Modellprogramm
„JUGEND STÄRKEN IM QUARTIER“
Zeitraum: 01.04.2015 – 31.12.2018

JUGEND STÄRKEN im Quartier, ein voller Erfolg in Cottbus. Seit 2015 läuft das ESF-Modellprogramm mit 313 Teilnehmenden (Stand 13.10.2017). Insbesondere der Übergang ins Berufsleben wird durch Einzelfallarbeit fördernd unterstützt, vor allem „abgehängte“ Jugendliche und junge Erwachsene können intensiv begleitet werden. So können den Teilnehmenden zwischen 14 und 26 Jahren passgenaue und individuelle Angebote unterbreitet werden. Durch den erfolgreichen Verlauf des Projektes in Cottbus wird eine Weiterführung nach 2018 dringend empfohlen. Ausführliche Details siehe unten.

Beteiligte Projekte

Stiftung SPI, NL Brandenburg Süd-Ost – Case Management
Berliner Straße 54 – 03046 Cottbus
Personalstellen:
1 Mitarbeiter /in mit 35 h/W
ab 2018                1 MA  mit 35h/W
1 MA mit 20h/W

Humanistisches Jugendwerk Cottbus e.V. – Aufsuchende Jugendsozialarbeit
Sandower Hauptstraße 11 – 03042 Cottbus
Personalstellen:
2 Mitarbeiter /in mit 32h/W

Was bietet das Projekt?

  • Ressourcenorientierte, effektive und effiziente Einzelfallarbeit
  • Intensive Gespräche zur Identifizierung der Problemlagen und Analyse der „Ist-Situation“
  • Individuelle und passgenaue Unterstützungs-, Förder- und Bildungsangebote
  • Case Manager als Berater und kontinuierlicher Wegbegleiter
  • Vermittlerfunktion zu weiteren Netzwerkpartnern
  • Assessment und Re-Assessment, Bewerbungstraining
  • Entwicklung von Mikroprojekten im Quartier
  • Stärkung des einwohnerreichsten Stadtteils Sandow, Integrationsarbeit mit Geflüchteten

Ziele des Projektes

  • Vorbereitung junger Menschen mit sozialen Benachteiligungen und/oder individueller Beeinträchtigung auf die (Wieder-) Aufnahme von schulischer und beruflicher Bildung, berufsvorbereitenden Maßnahmen bzw. Arbeit
  • Erfolgreiche Bewältigung der schulischen und beruflichen Integration
  • Entwicklung einer beruflichen Perspektive
  • Passgenaues Lotsen und Integrieren durch Case Management und Aufsuchende Jugendsozialarbeit
  • Individuelle Wege zur Bewältigung von Problemen, die eine berufliche Entwicklung behindern
  • Umsetzung von Mikroprojekten zur Aktivierung junger Menschen
  • Vermittlung in Unterstützungsstrukturen, Alltagsbewältigung, Prävention und Verbesserung von Chancen, Freizeitgestaltung

Zielgruppe

  • Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 26 Jahren mit sozialen Benachteiligungen und/oder individueller Beeinträchtigung aus den Brennpunkten der Stadt Cottbus, insbesondere aus Sandow, Schmellwitz und Sachsendorf
  • Jugendliche, die ihren Übergang ins Erwerbsleben nicht selbstständig bewältigen können
  • Jugendliche ohne Schul- oder Berufsabschluss, ohne konkrete berufliche Perspektiven
  • Schüler der Klassenstufe 9, voraussichtlich ohne oder mit mangelhaftem Schulabschluss, Abbrecher von Schule, BvB-Maßnahmen, Ausbildung
  • Jugendliche die sozial benachteiligt sind und von anderen Angeboten nur unzureichend erreicht werden.
  • Jugendliche die durch riskante und gefährdende Verhaltensweisen auffällig werden und deren Lebenslage als besonders schwierig einzuschätzen ist, beispielsweise bedingt durch Probleme im Übergang Schule – Beruf, Jugendarbeitslosigkeit, Schwere Belastungen oder Konflikte in der Familie, Armut, Gewalterfahrungen oder riskante Konsum von legalen oder illegalen Drogen.
  • Jugendliche mit eingeschränkter Mobilität, jugendliche Migranten, ausländische Jugendliche, junge Aussiedler mit Sprach- und Mentalproblemen, verhaltensauffällige Jugendliche im kleinkriminellen Milieu, Mädchen und junge Frauen, die durch geschlechtsspezifische Benachteiligung in soziale Notlage geraten sind
  • Jugendliche mit komplexen Problemlagen
    • ohne Ausbildung und berufliche Perspektiven/ persönliche Stagnation
    • Abbrüche Schule/ Ausbildung/ Beeinträchtigung der Lern- und Leistungsfähigkeiten
    • Misserfolgs-Erfahrungen, fehlende oder schlechte Schulabschlüsse
    • mangelhafte soziale Kompetenzen, delinquentes Verhalten
    • Familiäre Konflikte, soziale und ökonomische Belastungen, eigene Gewalterfahrungen
    • Orientierungslosigkeit/ unrealistische Selbsteinschätzung
    • gesundheitliche Beeinträchtigungen, psychischen Störungen, vor allem Depressionen
    • Sucht- und Schuldenproblemen
    • drohende oder bereits bestehende Wohnungslosigkeit
    • Konflikt- und Hafterfahrungen, Unkenntnis über bestehende Hilfsangebote

Netzwerkarbeit

  • Netzwerkpartner:
    Jugendamt, Sozialamt , Jobcenter, Agentur für Arbeit, Jugendmigrationsdienst Jugendeinrichtungen, Jugendclubs, Bildungsträger, Beratungseinrichtungen, Quartiersmanagement, Wirtschaftsakteure (Unternehmen, Kammern), (Berufs-) Schulen mit Lehrern, Sozialpädagogen, Berufseinstiegsbegleitern
  • Intensive Zusammenarbeit und Koordination des Netzwerkes
  • Aussagekräftige Kenntnisse über lokale Unterstützungsangebote